Was gute LEGO® SERIOUS PLAY® Fragen in der Praxis ausmacht
Würde ich auf diese Frage ein Modell bauen wollen? Wenn die Antwort zögerlich ist, wenn du merkst, dass du nicht sofort weißt, wo du anfangen würdest, dann ist die Frage sehr wahrscheinlich zu abstrakt.
Wenn die Antwort zu eindeutig ist und du sofort weißt, was das Modell zeigen soll, dann ist die Frage wahrscheinlich zu eng.
Aus der Praxis heraus zeigen sich drei Eigenschaften, die gute Fragen immer haben:
Auf eine Person gerichtet, nicht auf eine Gruppe. Nicht „Wie arbeitet euer Team zusammen?", sondern „Wie erlebst du die Zusammenarbeit in eurem Team?" Der Unterschied klingt klein. Die Modelle, die dabei entstehen, sind grundlegend verschieden.
Einladung zum Denken, nicht zum Berichten. Nicht „Was sind eure Projektziele?" – sondern „Was braucht dieses Projekt, damit es wirklich gelingt?" Die erste Frage erzeugt Fakten. Die zweite erzeugt Perspektiven.
Raum für Überraschung. Eine gute Frage erzeugt Modelle, die du als Facilitator nicht vorhergesehen hast. Wenn alle dasselbe bauen, war die Frage zu eng. Wenn niemand weiß, wo er anfangen soll, war sie zu weit.
Die Qualität einer guten LEGO® SERIOUS PLAY® Frage zeigt sich also nicht im Satz selbst. Sie zeigt sich in den Modellen, die daraus entstehen können.
Und genau deshalb lohnt es sich, Fragen nicht erst im Workshop „irgendwie“ zu formulieren. Sie sind kein Beiwerk der Methode. Sie sind der Hebel, der entscheidet, ob ein Team an der Oberfläche bleibt, oder wirklich ins gemeinsame Denken kommt.
Die häufigsten Fehler bei LEGO® SERIOUS PLAY® Fragen
Hier wird es unbequem. Denn diese Fehler passieren auch erfahrenen Facilitator.
- Zu abstrakt. „Baut eure Zukunft." Klingt inspirierend. Erzeugt aber Modelle, die niemand gut erklären kann, weil der Rahmen fehlt.
- Zu konkret. „Baut euer aktuelles Projekt." Erzeugt Berichte, keine Reflexion. Die Antwort ist bekannt, bevor das erste Teil liegt.
- Zu viele Fragen auf einmal. „Baut, wie ihr zusammenarbeitet, was euch dabei stört und was ihr euch wünscht." Drei Fragen in einem Satz. Das Modell versucht alles zu zeigen und zeigt am Ende nichts klar.
- Fragen, die eine Antwort implizieren. „Baut, wie gut euer Team kommuniziert." Das Wort „gut" setzt einen Rahmen, der Ehrlichkeit verhindert.
- Fragen, die zu früh in die Lösung gehen. Skillsbuilding-Phasen brauchen andere Fragen als Reflexionsphasen. Wer zu früh nach Lösungen fragt, überspringt den Prozess und verliert die Tiefe, die LEGO® SERIOUS PLAY® eigentlich ermöglicht.
Was gute Vorbereitung wirklich bedeutet
Eine LEGO® SERIOUS PLAY® Session vorzubereiten bedeutet nicht, einen Ablaufplan zu schreiben.
Es bedeutet, für jede Phase die richtige Frage zu finden. Und diese Frage so lange zu schärfen, bis sie wirklich das auslöst, was du dir erhoffst.
Das braucht Zeit. Und es braucht Erfahrung oder zumindest erprobte Vorlagen, auf die du zurückgreifen kannst.
Genau dafür ist das LEGO® SERIOUS PLAY® Skillsbuilding-Kartenset entstanden. Aus der Praxis. Für die Praxis.
Es enthält erprobte Fragen und Bauimpulse speziell für die Skillsbuilding-Phase. Also genau den Teil einer Session, der Teilnehmende aktiviert, ins Bauen bringt und die Grundlage für alles Weitere legt. Fragen, die getestet sind und die du direkt einsetzen oder als Ausgangspunkt für eigene Formulierungen nutzen kannst.
Nicht als Ersatz für fundierte Ausbildung. Sondern als Werkzeug, das deine Vorbereitung als Moderator:in mit der Methode und dem Material von LEGO® SERIOUS PLAY® in der Skillsbuilding-Phase professioneller, sicherer und abwechslungsreicher macht.

"Eine LEGO® SERIOUS PLAY® Session steht und fällt mit der Qualität ihrer Fragen. Wer die richtigen Fragen stellt, schafft den Rahmen für echte Reflexion und für Ergebnisse, die über das Offensichtliche hinausgehen."
Anna-Elena Stoehr
Häufige Fragen / FAQs
Eine gute Frage ist offen genug, um echte Reflexion auszulösen, und konkret genug, um ein Modell entstehen zu lassen. Sie ist auf eine Person gerichtet, nicht auf eine Gruppe, lädt zum Denken ein statt zum Berichten und lässt Raum für Antworten, die der Facilitator nicht vorhergesehen hat.
Die häufigsten Fehler: Fragen sind zu abstrakt oder zu konkret, enthalten mehrere Teilfragen auf einmal, implizieren bereits eine Antwort oder passen nicht zur jeweiligen Phase der Session. Besonders Skillsbuilding-Phasen brauchen andere Fragen als Reflexions- oder Transferphasen.
Indem du jede Frage aus der Perspektive der Teilnehmenden prüfst: Würde ich auf diese Frage ein Modell bauen wollen? Ist klar, worauf die Frage zielt, ohne die Antwort vorwegzunehmen? Erprobte Vorlagen, wie das Skillsbuilding-Kartenset, helfen dabei, Fragen für jede Phase gezielt vorzubereiten.
Das Skillsbuilding-Kartenset ist ein Praxiswerkzeug für Facilitator, Coaches, Trainer und alle die LEGO® SERIOUS PLAY® professionell einsetzen. Es enthält erprobte Fragen und Bauimpulse für die erste Phase einer Session, dem Skillsbuilding.
Für alle, die LEGO® SERIOUS PLAY® bereits nutzen oder gerade damit starten und ihre Vorbereitung strukturierter, sicherer und abwechslungsreicher gestalten möchten. Es eignet sich sowohl für erfahrene Facilitator als auch für Menschen, die noch wenig Routine in der Fragenentwicklung haben.
Wer LEGO® SERIOUS PLAY® Sessions kennt, weiß das gute Fragen nicht im letzten Moment entstehen. Sie werden vorbereitet, geprüft und geschärft: für jede Phase, für jede Gruppe, für jedes Ziel.
Das Skillsbuilding-Kartenset unterstützt dich dabei gerade den Workshopstart kreative und zielgerichtet zu gestalltem. Mit erprobten Fragen und Bauimpulsen.
Weniger Vorbereitungsstress. Mehr Sicherheit. Und Sessions, die wirklich die Tiefe erreichen, für die LEGO® SERIOUS PLAY® steht.

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